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New Orleans Skyline

Nach Dallas geht es im weiteren Reiseverlauf nach New Orleans. Einmal mit der „Natchez“ auf dem Mississippi fahren, so steht es auf meiner Bucket List. Hier sieht man den bekannten Schaufelraddampfer vor der Skyline der Stadt kurz bevor die Fahrt beginnt. Es ist kein Geheimnis, dass die Natchez bald ablegt; das Pfeifenspiel mit den schrägen Tönen ist wohl in der ganzen Stadt zu hören.

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Dallas Reunion Tower


Mittlerweile ist es fast zwanzig Jahre her, dass ich Dallas besucht habe. Viele Erinnerungen sind inzwischen verblasst oder unvollständig, zumal ich, aus welchem Grund auch immer, damals keine Kamera im Reisegepäck mitgeführt hatte. Das machte mir das Wiederfinden und Wiedererkennen doppelt schwer. Neu war für mich auf jeden Fall die Ansicht des Reunion Towers, den ich sehr schön vom Hotelzimmer aus fotografieren konnte. Am Tage ist er eher unspektakulär, aber des nachts zeigt er sich in allen möglichen Farben und Mustern blinkend.

One Night in Dresden

Dresden, was für eine Stadt! Mein erster Besuch liegt allerdings lange Zeit zurück, so etwa zu Anfang der 90er Jahre. Ich war damals von Anfang an begeistert, aber wirklich Zeit für eine eingehende Erkundung blieb mir leider nie. Das wollte ich ändern, wenigstens zwei Tage Aufenthalt hatte ich im Rahmen meiner Reise eingeplant. Bedingt durch die späte Anreise waren am ersten Tag nur Nachtfotos möglich, aber Dresden bietet dafür eine optimale Kulisse, denn die meisten historischen Gebäude werden nachts angestrahlt.

Zuerst nahm ich die Semperoper (https://www.semperoper.de/) aufs Korn. Es handelt sich mittlerweile um den dritten Bau, der erste wurde 1869 durch ein Feuer zerstört und durch einen Interimsbau vorübergehend ersetzt, bis im Jahr 1878 der zweite Bau eröffnet werden konnte. 1945 wurde die Semperoper durch einen Luftangriff zerstört und brannte weitgehend aus. Nachdem 1977 die Grundsteinlegung für den Wiederaufbau erfolgte, konnte die Semperoper 1985 wiedereröffnet werden.

Semperoper

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Ein Wochenende in Jena – Teil 2

Eine Woche nach meinem ersten Besuch bin ich wieder zurück in Jena, es gibt noch etwas nach meinem letzten Besuch zu erledigen. So ergibt sich wieder eine gute Gelegenheit für einen weiteren Rundgang mit der Kamera. In der Stadtmitte stoße ich auf die Firma Jenoptik, für mich ein Wahrzeichen Jenas als „Stadt der Wissenschaft“. Diesen Titel verlieh der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft Jena im Jahr 2008.

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Jenoptik

Die Entfernungen in der Stadt sind angenehm kurz, so dass man alles gut zu Fuß erreichen kann. So fällt mir in der Nähe des Jentowers ein kleiner Bücherladen auf, der mich zum Stöbern und Verweilen und Stöbern einlädt. Die Jenaer Bücherstube (https://www.buechergilde.de/jenaer-buecherstube.html) am Johannistor wird von Gunther Philler betrieben und wurde vom Deutschen Buchhandelspreis als „besonders herausragende Buchhandlung“ geehrt (http://www.unique-online.de/jenaer-bucherstube-ausgezeichnet/8025/).

Bei mir zu Hause im Ort sind die noch vom Inhaber geführten Bücherläden mittlerweile ausgestorben, sehr bedauerlich für die Vielfalt des Marktes. Ich habe die persönliche Auswahl an Büchern immer sehr geschätzt, denn ich lasse mich gerne von den Auslagen inspirieren. Hoffentlich weiß man diesen Vorteil hier in Jena zu schätzen.

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Jenaer Bücherstube

Beim weiteren Rundgang erreiche ich einen kleinen Platz an der Oberlauengasse, wo ich Erik’s H&E Tabak und Spirituosen Handelsgesellschaft finde. Mit dem am Baum geparkten Fahrrad sieht dieses Fleckchen so gemütlich und idyllisch aus. Stünde hier eine Bank, so wäre ich sicher eine Weile dort geblieben.

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Ein Stückchen weiter am Café im Sack lädt mich diese Tafel zum Kuchen essen ein. Da kann man fast schon nicht mehr widerstehen.

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Auf dem Rückweg zum Auto komme ich noch an der Goethe Galerie vorbei; für meine Begriffe eine schöne, helle lichtdurchflutete Mall.

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Diesmal bin ich früher unterwegs, so dass noch Zeit für einen Besuch am Fuchsturm geblieben ist, dessen Tor leider beim letzten Mal schon verschlossen war. Nichts wie rauf auf den Turm, denn diese Gelegenheit, ein paar Bilder zu schießen, wollte ich nicht verpassen. Zu schade, dass die Innenstadt von dort nicht zu sehen ist. Aber das wunderbare Panorama entschädigt mich für diesen kleinen Schwachpunkt.

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Der Fuchsturm auf dem Hausberg gehört laut Wikipedia zu den sieben Wundern in Jena (https://de.wikipedia.org/wiki/Sieben_Wunder_(Jena)). Die Kenntnis dieser sieben Kuriositäten galt den Absolventen der im Jahre 1558 gegründeten Universität als Beweis für die tatsächliche Anwesenheit in Jena. Der lateinische Spruch „Ara, caput, draco, mons, pons, vulpecula turris, Weigeliana domus, septem miracula Jenae.“ zählt diese sieben Wunder auf, die auch heute noch existieren. Die Gaststätte am Fuchsturm (http://www.fuchsturmgaststaette.de/) lädt den müden Wanderer noch zum Verweilen ein, ein Angebot, dass ich gerne annehme.

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An den Schneeglöckchen kann ich nicht vorbeigehen, ohne sie zu fotografieren, bevor ich mich wieder auf den Rückweg zum Auto mache. Es wird Zeit, sich auf den Weg nach Hause zu machen, aber ich bin mir sicher, dass ich bald wiederkommen werde.

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Berlin

Gefühlt habe ich gar keine Bilder mehr, die man zeigen könnte, obwohl der letzte Urlaub allein eine Ausbeute von etwa 2000 Bildern ergab. Trotzdem ist keins dabei, über das man heute etwas schreiben könnte? Es gibt Tage, an denen das so ist und ich eine Blockade habe. Was lässt sich bloß dagegen tun? Da ist manchmal guter Rat teuer. Und so beschließe ich, mir alte Bilder anzuschauen.

Heute ist so ein Tag, an dem ich genügend Zeit habe, in der Fotokiste zu kramen. Die Idee erscheint mir nicht schlecht, also gehe ich ein paar Jahre auf dem Zeitstrahl zurück und lande just in dem Jahr, als ich von meiner alten Bridge- auf eine neue DSLR-Kamera umgestiegen bin, ein Quantensprung beim Fotografieren. Eine kurz darauf angetretene Reise nach Berlin bot natürlich eine gute Gelegenheit, die neue Kamera auszuprobieren, und so finde ich einige Fotos von diesem Ausflug im Jahr 2011, bei dem ich die neue Kamera ausprobiert habe.

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Meist wird das Brandenburger Tor frontal aufgenommen, aber das erschien mir damals einfach zu langweilig. Die Säulen erinnerten mich an griechische Tempel. Um den Effekt zu verstärken, habe ich den Rest der Bauten ausgeblendet.

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Diese verkleidete Künstlerin war ein Highlight vor dem Hotel Adlon.

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Die Rikscha, ein typisches Gefährt für Touristen.

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Und zu guter Letzt das Reichstagsgebäude im schönen goldenen Abendlicht.

Ein Wochenende in Jena

Lange Zeit habe ich Jena nicht mehr besucht, vielleicht seit etwa zehn oder fünfzehn Jahren nicht mehr. Grund genug, mal wieder hinzufahren. Also ab ins Auto und nichts wie hin. Endspurt auf der A4 gen Osten, die Autobahn ist fast leer und das Autofahren macht endlich mal wieder richtig Spaß. Warum ist es zu Hause bloß immer so überfüllt? Vielleicht sind die Autobahnen zu Hause einfach nur viel zu schlecht ausgebaut.

Die A4 hat sich verändert. Die Streckenführung wirkt irgendwie begradigt, das Navi ist an einigen Orten ziemlich verwirrt, die Karte ist wohl veraltet. Die alten, kleinen Parkplätze zwischen den Ausfahrten und Einfahrten existieren nicht mehr, und die Stelle, an der die ehemalige Grenze verlief, hat ihre frühere Bedrohlichkeit verloren.

In Amerika hätte man sicher ein Schild aufgestellt: „Your Tax Dollars at Work“. Es gibt hier kein Schild, aber die Arbeit der Tax Dollars kann man deutlich erkennen. Kurz vor Jena taucht er auf, ein Tunnel, den es früher nicht gab. Ein Schild klärt auf; es gibt ihn seit 2014. Manchmal glaube ich, dass ich mich verfahren habe, aber es ist der richtige Weg, so dass kurz darauf die Kulisse von Jena Lobeda auftaucht. Wenigstens etwas Bekanntes, es lässt alte Erinnerungen wach werden.

Kurze Zeit später biege ich von der Autobahn ab und lege die letzten Kilometer nach Jena zurück. Wider Erwarten ist der Verkehr ruhig, nur wenige Autos sind unterwegs, so dass ich schnell einen Parkplatz finde. Ich schnappe mir die Kamera und steige aus.

Der erste Blick in die Runde erinnert mich an früher, so kenne ich Jena. Ich richte die Kamera nach oben und drücke auf den Auslöser.

Weiter geht’s in Richtung JenTower, über den großen Platz an der Uni. Moderne Gebäude säumen die Kulisse am Platz direkt neben der Mensa. Dahinter taucht schon der JenTower als weithin sichtbare Landmarke auf. Mit seinen 144 Metern Höhe überragt er die Gebäude der Stadt.

Die Mensa, wie ein Viertel einer großen Torte, passt sich in die Ecke des Ernst-Abbe-Platzes ein. Obwohl es Samstag ist, hat die Mensa geöffnet. Einige Studenten strömen in das Gebäude, um ein preiswertes Mittagessen zu sich zu nehmen.

Das alte Jena spiegelt sich in der modernen Verglasung. Der blaue Himmel zeigt mir, dass das Wetter an diesem Wochenende wunderbar mitspielt. Es ist kühl, aber sonnig, ich setze mein Stirnband auf, weil meine Ohren sich kalt anfühlen.

Auf der anderen Seite in Richtung JenTower erwartet mich ein wunderschöner Anblick auf einen der Berge der Umgebung, auf dem ich den Fuchsturm vermute, sowie der Blick auf die Evangelische Stadtkirche St. Jakobus Major.

Und dann ist er da, der JenTower, 144 Meter hoch, weithin sichtbar. Er ist älter als ich dachte, eingeweiht am 2. Oktober 1972. Meine Einschätzung beruht wohl auf der neuen modernen Fassade, die man im Laufe der Sanierungsarbeiten nach 1999 erneuert hat.

Ich streune weiter durch die Innenstadt, mal hier, mal da die Kamera für ein Foto hebend. Ein Stück des Weges weiter fasziniert mich ein Plakat im Graffiti-Stil.

Der Durchgang rechts daneben setzt diesen Eindruck auf interessante Weise weiter fort, irgendwie so interessant, dass ich auf den Auslöser drücke.

Vor der Goethe-Apotheke entdecke ich die Plastik „Tanzende Mädchen“, die ich ebenfalls fotografiere.

Damit beende ich meinen kleinen fotografischen Rundgang durch Jena zunächst. Das war bestimmt nicht mein letzter Besuch in Jena.

Rückblick – ein Ausflug zum Bichler See im letzten Sommer

Während eines kurzen Aufenthalts in Rosenheim bekam ich einen Tipp für einen wunderschönen Tagesausflug in die nahen Berge. So befand ich mich nach einem frühen und ausgiebigen Frühstück auf dem Weg zum Bichler See. Das Wetter war fast optimal, trocken, aber ein wenig zu warm. Die Kamera war schnell eingepackt und schon konnte es losgehen.

Nach einer kurzen, über kurvige Bergstraßen führenden Fahrt mit dem Auto, begann ich die kurze Wanderung zum See. Je nach Kondition schafft man den Weg in zehn bis zwanzig Minuten.

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Bauernhof

 

Zunächst passierte ich an einer Weggabelung einen Bauernhof, der vor einer wunderschönen Bergkulisse im hellen Mittagslicht lag, bevor ich den dahinter gelegenen Berggasthof erreichte. Hier kann man auf dem Hin- oder Rückweg noch ein erfrischendes Getränk oder eine Mahlzeit zu sich nehmen, bevor man sich weiter auf den Weg zum See macht.

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Berggasthof

 

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See

Hinter dem Gasthof bot sich mir ein unvergleichlicher Ausblick auf den dazugehörenden kleinen See, der den dortigen Gästen zum Sonnenbaden und Entspannen zur Verfügung steht.

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Beim weiteren Aufstieg zum See ergaben sich immer wieder atemberaubende Ausblicke in die Bergwelt mit den grünen Wiesen, die einen schönen Kontrast zum blauen Himmel bildeten.

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Bichler See

Umrandet von hohen Bäumen und Bergen erreichte ich den Bichler See, der scheinbar völlig verlassen im gleißenden Sonnenlicht lag. Allerdings hatten auch andere Leute die selbe Idee wie ich, zum See zu wandern. So nutzten einige Besucher das heiße Sommerwetter, um sich im kühlen See abzukühlen. Ich hätte doch ein Handtuch mitnehmen sollen.

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Bichler See – Panorama